Konto auflösen im Todesfall 2026 – Erben, Vollmacht & Ablauf

🕒 Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Für Erben Keine Auflösungsfrist § 672 BGB

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Wer darf das Konto eines Verstorbenen auflösen?

Das Konto eines Verstorbenen dürfen nur die Erben auflösen – oder eine Person mit einer Kontovollmacht über den Tod hinaus. Ihre Berechtigung weisen Sie gegenüber der Bank mit einem Erbschein, einem notariellen Testament samt Eröffnungsprotokoll oder eben der transmortalen Vollmacht nach. Ohne einen solchen Nachweis gibt die Bank das Konto nicht frei. Ein reiner Bevollmächtigter darf zwar verfügen, das Konto aber nicht zum eigenen Vorteil leerräumen.

Sobald Sie berechtigt und die Unterlagen vollständig sind, erstellen Sie die Kontoauflösung über unser Girokonto-Kündigungsformular mit allen Banken.

Kein Zeitdruck: Die Bank darf Sie nicht drängen

Es gibt keine gesetzliche Frist, innerhalb derer ein Konto nach einem Todesfall aufgelöst werden muss. Banken drängen Angehörige mitunter zur schnellen Auflösung – dazu sind Sie jedoch nicht verpflichtet. Das Konto läuft weiter, bis die Erben es aktiv kündigen, sofern die AGB keine automatische Auflösung im Todesfall vorsehen. Nehmen Sie sich die Zeit, laufende Zahlungen in Ruhe zu sichten.

Wichtig – erst Zahlungen prüfen, dann auflösen: Vom Verstorbenen erteilte Daueraufträge und Lastschriften laufen nach § 672 BGB zunächst weiter – etwa Miete oder Versicherung. Widerrufen Sie nicht mehr benötigte Zahlungen, bevor Sie das Konto schließen.

Diese Unterlagen verlangt die Bank

Nachweis Wofür Wann nötig Hinweis
Sterbeurkunde Immer Sofort Standesamt stellt aus
Erbschein Erbenstellung Bei größeren Guthaben Nachlassgericht
Notar. Testament Erbenstellung Statt Erbschein möglich Mit Eröffnungsprotokoll
Kontovollmacht Verfügung Über den Tod hinaus Bank muss sie beachten

Stand: Juli 2026 · Grundlage: §§ 672, 675h BGB · Alle Angaben ohne Gewähr

Kontoauflösung im Todesfall – Schritt für Schritt

1. Bank informieren

Melden Sie den Todesfall mit der Sterbeurkunde. Das Konto wird zunächst weitergeführt, Verfügungen werden eingeschränkt.

2. Berechtigung nachweisen

Legen Sie Erbschein, notarielles Testament oder transmortale Vollmacht vor.

3. Zahlungen widerrufen

Stoppen Sie nicht mehr benötigte Daueraufträge und Lastschriften, bevor Sie das Konto schließen.

4. Auflösung schriftlich einreichen

Erstellen Sie das kostenlose Kündigungsschreiben mit Ziel-IBAN für das Restguthaben und bitten Sie um Bestätigung.

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